Nicht einfach nur Jordanisch Essen, sondern selbst landesüblich kochen, dies kann man im Restaurant - Petra Kitchen - in Petra.
Wir haben dies für vor Ort ausprobiert und es hat nicht nur eine Menge Spass gemacht, sondern auch richtig gut gemundet was wir dort mit Hilfe von einem Koch und einer einheimischen Frau selbst gekocht haben. Für die Gerichte werden ausschließlich frische Produkte aus der Umgebung verwendet. Die Menüfolge wird vorab gemeinsam festgelegt.
Ein Abend in Petras Kitchen weiht den Jordanien Urlauber in die Geheimnisse der gesunden und leckeren jordanischen Küche ein. Die Teilnehmer lernen aus erster Hand, wie man die während des bisherigen Urlaubs mit vielen „Ohs“ und „Ahs“ genossenen Leckereien selbst auf Tisch zaubert. Sie als kochende Gäste probieren sich an einer Suppe, an den legendären kalten und warmen Vorspeisen, Mezzeh genannt, verschiedenen Salaten und bereiten ein Hauptgericht zu.
Wir kochen als Hauptspeise Huhn mit Reis und Gemüse. Hierzu wurde das in Stücke zerlegte Huhn vorgekocht, gewürzt mit falschem Safran, Pfeffer, Paprika und Zimt als Geschmacksverstärker. Laut anweisendem Koch wurde das ganze sehr stark gesalzen, dieses übermäßige Salz nimmt nachher der Reis auf, der mit der Hühnerbrühe aufgekocht wird.
Dazu schichtet man in einem grossen Topf als ersts die gekochten Hühnerstücke auf dem Boden auf, darauf dann das goldbraun frittierte Gemüse, bestehend aus Auberginen und Blumenkohl, darüber schüttet man den Langkorn-Reis und füllt das Ganze mit der Hühnerbrühe auf. Danach lässt man alles rund 20 Minuten köcheln. Wenn der Reis fertig und die Brühe von ihm dabei aufgenommen wurde stürzt man den Topf dann auf eine grosse Platte. Denn das Gericht Upside-Down, im jordanischen besser bekannt als – Magloubet – hat gerade daher seinen Namen.
Nachdem dann alles fertig gekocht ist werden die Arbeitstische zu grossen Tafeltischen umfunktioniert und entsprechend eingedeckt. In die freie Tischmitte werden dann die vielen Vorspeisen, die in kleine Schalen gefüllt wurden gestellt, so das jeder in diese mit einem Stück Fladenbrot reintunken kann. Ich kann Euch sagen, dass schmeckt alles verdammt lecker! Aber bitte darauf achten nur soviel Fladenbrot abzureisen und in die Vorspeisen zu tunken, das man auch auf einmal im Mund verschwinden lassen kann. Angebissenes Fladenbrot in den Vorspeisen zu versenken ist absolut unpassend!
Große Energie und Übersicht wurde dazu verwendet um über die Ausstattung der PETRA KÜCHE einen Einblick in die jordanische Handwerkskunst zu geben, alles hier, angefangen vom Mobiliar über das Geschirr bis hin zur Tischwäsche ist Handarbeit Made in Jordanien. Das Geschirr des Restaurants wurde von der Kooperative der Irak Al Amir der Frauen hergestellt. Die Schützen, die man zum Kochen umgehangen bekommt, genauso wie die Tischwäsche, sind Handgestickt von den Frauen der Jordan River Foundation. Die Jordan River Foundation ist eine gemeinnützige nichtstaatliche jordanische Organisation, deren gesellschaftliche Aufgabe darin liegt, besonders Frauen und Kinder zu fördern und deren Lebensqualität zu verbessern, damit auch eine bessere Zukunft für alle Jordanier zu sichern. Königin Rania ist deren Vorsitzende.
Die Erlebnisküche in Petra kostet pro Person 30 Jordanische Dinar, dies umfasst den Kochkurs, sämtliche Speisen, alle nicht-alkoholischen Getränke sowie die Rezepte des abendlichen Mahls zum Mitnehmen. Ein Tipp dazu: gleich die Zutatenliste überprüfen, denn oft werden beim Kochen selbst dann doch vollkommen andere Zutaten mit verwendet, dies sollte man dann gleich sich vermerken.
Auch ein 5-Tages-Paket ist möglich. Außer dem allabendlichen Kochen gehört dazu das Einkaufen auf lokalen Märkten in Begleitung des Küchenchefs. Die Hotelunterbringung, ein Besuch in der Felsenstadt Petra und Ermäßigungen auf allerhand Geschenkartikel in den Läden der „The Petra Kitchen“ und der „Made in Jordan Gallery“.
Fotos Jürgen Krohn und Gabriele Wilms
Dieser Bericht entstand anlässlich einer Jordanien Pressereise März 2007. Eingeladen vom Jordan Tourism Board und organisiert von Adam & Partner.